bauma 2010 ruhig gestartet
20.04.2010
Was hat ein Naturphänomen auf einer kleinen Insel weit im Nordatlantik mit der weltwichtigsten Baumesse zu tun? Eigentlich nichts. Diesmal jedoch mehr, als einem lieb sein kann. Aufgrund der riesigen Aschewolke über großen Teilen Europas ist der europäische Flugverkehr kurz vor der bauma 2010 quasi zum Erliegen gekommen. Überfüllte Züge, weite Anreisen im Auto und abenteuerliche Reisegeschichten von tausend und mehr Kilometern im Taxi aus Spanien, Italien, Ungarn, Bulgarien... sind das Ergebnis.
Auch wenn zwischenzeitlich wieder einige Flüge stattfinden - Stichworte: Sichtflug und Sondergenehmigungen -, ist eine Normalisierung des Flugbetriebs vorerst nicht abzusehen. Besucher aus den wichtigen Märkten Amerika, Brasilien, China, Japan und Indien haben kaum Möglichkeiten, die Messe zu besuchen. Die Hoffnungen der Aussteller ruhen nun auf der zweiten Wochenhälfte.
So erlebte die bauma denn am Montag einen relativ ruhigen Start. Internationale Gäste von außerhalb (Mittel)Europas waren Mangelware. Auch bei den mehr als 3.000 Ausstellern klafften Lücken: Rund 80 Stände - in den Hallen - blieben unbesetzt, weil es die Aussteller aufgrund der Flugsituation nicht geschafft haben, nach München zu gelangen. Pressekonferenzen, Arbeitstreffen, Termine mussten eifrig verschoben werden. An die unbesetzten Stände schickte die Messeleitung eigenes Personal. Auf den Hauptachsen im Freigelände war und ist dennoch ein reges Treiben zu beobachten, während die kleineren Wege schwach frequentiert waren.
Zudem wurde der Eröffnungstag von einem zwischenmenschlichen Drama überschattet. Im Freigelände hat am Montagnachmittag ein Mann seine Chefin nach einem Streit mit einem Messer niedergestochen. Die Frau überlebte schwer verletzt, befindet sich aber außer Lebensgefahr. Die Polizei nahm den Täter sofort fest.
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