PartnerLift: Mitgliederjahreshauptversammlung 2010
16.06.2010
So spät fand die Hauptversammlung von Europas größter Kooperationsgemeinschaft selbständiger Maschinen-Vermieter noch niemals statt. Grund waren Terminschwierigkeiten aufgrund zahlreicher Messen, insbesondere der bauma 2010, aber auch Kapazitätsprobleme der Hotels.
So fand die Hauptversammlung erstmals auch nicht in Hohenroda statt, sondern in Bad Hersfeld. Erstmals wurde das Mitgliedertreffen auch mit einem Disponententreffen am folgenden Tag kombiniert, wobei das Treffen als offenes Diskussionsforum mit eigenen Themen der Disponenten und unter Moderation von Horst Klenert, selbst erfahrener Disponent vom PartnerLIFT-Mitglied Weiland aus Lampertheim, durchgeführt wurde. Diese Form des Meinungsaustausches von Vermietdisponenten wurde ausdrücklich begrüßt und soll in Zukunft bis auf weiteres in der jetzt praktizierten Form fortgeführt werden. Allgemein war die Stimmung unter den PartnerLIFT-Mitgliedsfirmen gut und durchaus zuversichtlich, trotz der krisenhaften Situation in Wirtschaft und Politik.
Schwerpunkt Arbeitsbühnen
Eine Erkenntnis: Es ist bei den PartnerLIFT-Mitgliedern auch für 2010 von einer insgesamt deutlichen Investitionszurückhaltung auszugehen, die aber eher aufgrund einer allgemeinen Verunsicherung besteht. Die branchenbezogene Geschäftslage nach dem Einbruch zu Jahresbeginn aufgrund des harten Winters wird von den meisten als durchaus befriedigend bezeichnet. Am meisten beklagt wurde das teilweise ruinöse Preisniveau in einigen Regionen und bei bestimmten Maschinengruppen. Die PartnerLIFT-Kooperationsgemeinschaft hatte auch im Jahr 2009 ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. Mittlerweile gehören europaweit 130 Mietstationen zu der Organisation, die einen Mietgerätebestand von fast 13.000 Maschinen repräsentiert. Die größte Sparte ist weiterhin die Produktgruppe Arbeitsbühnen mit ca. 8.000 Geräten, gefolgt von der Staplervermeitung mit ca. 2.700 Staplern inkl. Telestaplern, ca. 2.000 Baumaschinen und 180 Krane.
Besonders wichtig für den europäischen Ausbau des Verbundes stellt die Mitgliedschaft der maltech-Gruppe aus Österreich mit Niederlassungen in der Slowakei und Ungarn und ca. 1.300 Maschinen in den Mietparks dar, die die wichtige Voraussetzung mitbringen, in der Disposition deutschsprechende Ansprechpartner zu haben. Der Ausbau der PartnerLIFT-Organisation auf europäischer Ebene soll so auch in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt werden. Im Unterschied zu bisherigen Hauptversammlungen war der Nachmittag nicht mit Vorträgen von Kooperationslieferanten belegt, sondern wichtige Zukunftsfragen der ParternLIFT-Kooperationsgemeinschaft diskutiert.
Veränderungen in der Struktur
Erstmals wurde die Veranstaltung von Monika Metzner geleitet, die seit dem 01.10.2009 die Geschäftsführung von Ehemann Joachim Metzner übernommen hat. Joachim Metzner ist zwar aus dem operativen Geschäft ausgestiegen, bleibt PartnerLIFT aber als Mehrheitsgesellschafter weiterhin verbunden. Auch die Gesellschafterstruktur in der PartnerLIFT-Zentrale soll sich ändern. Die Organisationszentrale soll nach und nach in das Eigentum der Mitglieder übergehen. In welcher Form das genau geschehen soll, wird derzeit innerhalb der Kooperation noch diskutiert. Es wird auch eine genossenschaftliche Lösung überprüft. Die mittelfristige Zukunftsplanung wurde in der Hauptversammlung diskutiert und begrüßt.
Fazit der PartnerLIFT-Hauptversammlung 2010: Natürlich macht die krisenhafte Situation in Wirtschaft und Politik in Deutschland und auch europaweit den Vermietungsunternehmen von PartnerLIFT zunächst wenig Mut für die zukünftige Entwicklung. Bisher ist man aber ganz gut "über die Runden" gekommen. Allerdings sind und waren sich die Mitglieder einig darin, dass sie als Kooperationsgemeinschaft die großen Herausforderungen der Zukunft werden besser meistern können - gerade auch unter wirtschaftlichen Aspekten.
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