Ein relativ kleiner, wendiger Lkw mit einem besonders leistungsstarken Ladekran, der einen Schnellaufbaukran oder einen 10,5 t-Anhänger ziehen und diese auch auf engen Baustellen komfortabel rangieren kann. Den man zudem mit dem alten Pkw Klasse 3-Führerschein fahren darf – Ralf Bender, Inhaber der nach ihm benannten Holz- und Ingenieurbau GmbH mit Sitz in Neckarbischofsheim hat sich diese, an seinem Arbeitsalltag angepasste Kombination mit wesentlicher Unterstützung des Ladekran-Spezialisten Palfinger realisiert. Sein Fazit: „Dieses Fahrzeug ist das Optimum für unser Einsatzspektrum“.
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Bender beschäftigt in seinem Mittelstandunternehmen sieben Mitarbeiter. Dachsanierung und der CAD-unterstützten Planung, der CNC-gesteuerte Fertigung von Dachkonstruktionen sind die Hauptarbeitsfelder. „Generell beherrschen wir das gesamte Spektrum der Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten“, fasst er zusammen. „Im Zimmererbereich haben wir uns auf den vorgefertigten Holzrahmenbau spezialisiert und erwirtschaften damit einen Großteil unseres Umsatzvolumens“.

Bis vor ein paar Monaten hat Bender auf seinen Baustellen zwei Krane eingesetzt, die vom LKW gezogen werden. Und war damit eigentlich ganz zufrieden. Bis er zu der Überzeugung kam, dass er einen 7,5-Tonner benötigt, der einerseits seinen Schnellbaukran des Typs Liebherr 13 HM ziehen kann, andererseits für die schnelle und damit wirtschaftliche Abwicklung kleinerer Bauaufträge über einen eigenen Ladekran verfügt. Sein Ansatz sei durchaus anspruchsvoll gewesen, gesteht Bender: „Ich wollte unbedingt das Optimum für unser Einsatzspektrum herausholen, im Endeffekt also den 7,5-Tonnen-LKW mit dem größtmöglichen Ladekran ausrüsten“.
Zuerst hat Ralf Bender beim Fahrzeughersteller MAN seine Wünsche und Vorstellungen vorgetragen und dabei auch die Anforderungen an den Ladekran definiert. So sollte der neue LKW die 7,5 Tonnen nicht überschreiten und so bemessen sein, dass er sich auch auf engen und verwinkelten Baustellen flink, also wirtschaftlich manövrieren lässt. „Extrem wichtig war mir, dass das Fahrzeug auch dann mit dem 3er-Führerschein gelenkt werden darf, wenn es einen unserer Schnellbaukrane oder den 10,5-Tonnen-Anhänger zieht, also als 18,5-Tonnen-Gespann unterwegs ist“, betont Bender, „sonst hätten sowohl ich als auch der Großteil meiner Belegschaft zusätzlich den LKW-Führerschein machen müssen“. Und für den Ladekran verlangte er eine große Ausladung, eine reichlich bemessene Knickhöhe zwischen 12 und 14 Meter und eine Seilwinde, „damit ich Lasten senkrecht hochziehen, über ein Haus oder Hindernis heben und dann in Verbindung mit der Seilwinde dahinter präzise absetzen kann“, erklärt er.
Der MAN-Verkäufer hat Benders Kran-Wünsche einem Anbieter vorgelegt. Das von diesem präsentierte Gerät war Bender zu klein. Daraufhin beschloss er, die Firma Palfinger zu konsultieren. Sein Ansprechpartner war Uwe Falk, Leiter der Palfinger-Niederlassung in Abstatt: „Als Herr Bender unser Lastdiagramm gesehen hat, sind die Würfel für uns gefallen.“ Gemeinsam haben sie sich über die Pläne für das neue Fahrzeug gebeugt und die Palfinger-Techniker in ihre Überlegungen einbezogen. Lange sei intensiv hin und her gerechnet worden, sagt Uwe Falk. „Aber dieser Aufwand hat sich gelohnt. Bezogen auf die Kundenwünsche ist uns eine Punktlandung gelungen“.
Quelle: http://www.vertikal.net/de/news/artikel/17438/